Die Bücher der Reihe SARDÌNNIA
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"Was im engen Sinn als sardische Musik gilt,
kann in weiterem Sinne als Musik der westlichen Zivilisation, als
Hauptquelle jenes Vermächtnisses gelten, das Jahrhunderte lang
die europäische Musikgeschichte bestimmte [...] aus dessen
Schoß alle großen und berühmten
Komponisten unseres Kontinentes entsprangen - von Palestrina bis Verdi,
von Orlando di Lasso bis Mozart, Beethoven, Wagner" (F. Karlinger). Der
erste Teil des vorliegenden Bandes enthält fast alle Studien
Karlingers zur Musikologie Sardiniens. Grundstock des Buches ist eine
Reihe von Artikeln zur Märchenforschung, die der
Münchener Musikologe, Romanist und Volkskundler meist in den
Sechziger- und Siebzigerjahren verfasst hat. Ein Aufsatz über
die Erzählsituation ergänzt den zentralen Teil des
Buches. Abgerundet wird es durch Aufsätze zum sardischen Drama
des 18. Jahrhunderts, zur Volkskunde, sowie mit einem
Rückblick auf seine sardischen Feldforschungen.

Dank des mit 4.000 Mark dotierten
Döllinger-Stipendiums der Universität
München hielt sich Max Leopold Wagner in den Jahren 1904, 1905
und 1906 auf Sardinien auf. Wichtige und eindrucksvolle Reisebilder
über die Insel und deren Kultur entstanden im Anschluss daran.
Sie erschienen in den Jahren 1907 und 1908 in der Braunschweiger
Zeitschrift Globus und gehören ohne
Zweifel zu den wirkungsvollsten Reiseberichten, die über die
Mittelmeerinsel je geschrieben wurden. Diesen folgte ein weiterer
Beitrag, Die Barbagia in Sardinien, den er einige
Jahre später in der Zeitschrift Deutsche Rundschau
für Geographie veröffentlichte. "Es handelt
sich um eine Reihe von Artikeln, die Wagner auf Grund ihres nicht
fachmännischen Charakters in seinen folgenden Arbeiten selten
zitierte. Deshalb sind sie wenig bekannt. Sie stellen aber in seinem
Werdegang die vielleicht interessanteste Quelle dar, um seine
Einstellung in Bezug auf die großen Probleme des damaligen
Sardiniens zu rekonstruieren und um gewisse darauf folgende
Entwicklungsprozesse seiner sardischen Studien zu verstehen" (Giulio
Paulis).
In seinem einleitenden Vorwort sieht
Karlinger das Hauptziel seiner Arbeit "darin, nachzuweisen, dass das
sardische Volkslied so viele Eigentümlichkeiten besitzt, dass
man ihm den Status der Selbständigkeit ebenso zubilligen muss
wie dem spanischen, dem katalanischen oder dem portugiesischen
Volkslied, die man auch nicht als Musikdialekte einer iberischen
Sammelform bezeichnen darf" (F. Karlinger). Das sardische
Volkslied ist eine überarbeitete Fassung der
gleichnamigen Habilitationsschrift Felix Karlingers, die er 1954
vorlegte. Sie ist in drei Hauptteile gegliedert (Leben und Lied,
Landschaft und Lied sowie Die Instrumente),
die mit musikalischen Notierungen ergänzt und bereichert
werden. Das Verzeichnis der in Sardinien 1955 aufgenommenen
Musikstücke, die leider für immer
verschollen sind, beschließt die Arbeit eines der
größten Meister der europäischen
Feldforschung des 20. Jahrhunderts.
Nach langem Zögern wegen seines
angeschlagenen Gesundheitszustands und der bewegten politischen
Verhältnisse brach Max Leopold Wagner im November 1925 nach
Sardinien auf, um die Sprachaufnahmen für den Sprach-
und Sachatlas Italiens und der Südschweiz (Zofingen
1928-40) durchzuführen. Zu diesem Zweck pendelte er zwischen
1925 und 1927 etwa ein Jahr lang zwischen der Insel und dem Festland
hin und her. Mit Hilfe eines aus über 2000 Wörtern
und Formen bestehenden Fragebogens befragte er in 20 Orten mehrere
Dutzend Einheimische unter nicht immer behaglichen Bedingungen. Dieser
Band enthält die bislang unveröffentlichten
Aufnahmeprotokolle, die phonetischen Bemerkungen, die Photos und deren
Beschreibungen, sowie einige persönliche Schilderungen seiner
damaligen Erlebnisse und Eindrücke auf Sardinien.
Nach langem Zögern wegen seines
angeschlagenen Gesundheitszustands und der bewegten politischen
Verhältnisse brach Max Leopold Wagner im November 1925 nach
Sardinien auf, um die Sprachaufnahmen für den Sprach-
und Sachatlas Italiens und der Südschweiz (Zofingen
1928-40) durchzuführen. Zu diesem Zweck pendelte er zwischen
1925 und 1927 etwa ein Jahr lang zwischen der Insel und dem Festland
hin und her. Mit Hilfe eines aus über 2000 Wörtern
und Formen bestehenden Fragebogens befragte er in 20 Orten mehrere
Dutzend Einheimische unter nicht immer behaglichen Bedingungen. Dieser
Band enthält die bislang unveröffentlichten
Aufnahmeprotokolle, die phonetischen Bemerkungen, die Photos und deren
Beschreibungen, sowie einige persönliche Schilderungen seiner
damaligen Erlebnisse und Eindrücke auf Sardinien.
BAND 6
Ennio Porrino: I Shardana: Gli uomini dei nuraghi
(Oper in drei Akten)[dt.: I Shardana: Das Volk der Nuraghen]
I Shardana, in Neapel am 21. März 1959 uraufgeführt unter der Regie des Komponisten Porrino, ist sicherlich eine der faszinierendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Die Premiere war mehr als umjubelt, wobei laut Nino Farra die Künstler mindestens 20 Mal die Ovationen des Publikums entgegennehmen mussten. Die angesehene deutsche Musik-Enzyklopädie Musik in Geschichte und Gegenwart berichtet, «[...] das Werk I Shardanasei von der Kritik als die wichtigste Oper angesehen worden, die im Nachkriegs-Italien komponiert wurde. Heute ist das Stück nahezu unbekannt. Zentraler Bestandteil des vorliegenden Bandes ist das Orignal-Libretto des Autors der Oper in drei Akten, ebenso die Kritiken in der Folge der Aufführungen am Teatro San Carlo von Neapel und dem Teatro Massimo von Cagliari (1960). Fotografien, die Skizzen von Màlgari Onnis Porrino, ein Aufsatz von Felix Karlinger über die sardischen Wurzeln von Porrinos Werken und andere, bislang unveröffentlichte Materialien, erinnern an eines der denkwürdigsten Ereignisse der zeitgenössischen Operngeschichte.
BAND 7
Felix Karlinger, Giuanne Masala: Omaggio a Ennio Porrino.
BAND 8
Ennio Porrino: L'organo di bambù & Esculapio al neon.
CD
Ennio Porrino: I Shardana. Das Volk aus dem Land der Nuraghen.
Oper in drei Akten.
I Shardana, in Neapel am 21. März 1959 uraufgeführt unter der Regie des Komponisten Porrino, ist sicherlich eine der faszinierendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Die Premiere war mehr als umjubelt, wobei laut Nino Farra die Künstler mindestens 20 Mal die Ovationen des Publikums entgegennehmen mussten. Die angesehene deutsche Musik-Enzyklopädie Musik in Geschichte und Gegenwart berichtet, «[...] das Werk I Shardana sei von der Kritik als die wichtigste Oper angesehen worden, die im Nachkriegs-Italien komponiert wurde. Heute ist das Stück nahezu unbekannt.
Die Aufnahme wurde am 24 September 1960 vom italienischen Rundfunk- und Fernsehsender RAI ausgestrahlt. Vervielfältigung genehmigt durch RAI Trade, Roma.